In Lindenhafen, wo Möwen über dem Kai kreisen und der Duft von Vanilleknoten durch die Gassen zieht, lebt Liora Arendt zwischen Papier, Tinte – und Bedeutungen. In ihrem Magischen Übersetzungs-Atelier löst sie knifflige Fälle: falsche Nuancen, schiefe Versprechen, Sätze, die anders ankommen, als sie gemeint waren.
Doch eines Morgens liegt ein anonymer Brief auf ihrem Tisch. Die Schrift ist fremd und reagiert auf Fragen – als würde das Papier zuhören. Mit einem einzigen Wort setzt er etwas in Gang: Myravell. Ein Begriff, der sich nicht übersetzen lässt … und der spürbar macht, wie gefährlich ein Missverständnis werden kann, wenn es beginnt, sich zu rächen.
Gemeinsam mit Finn (der nie "nur kurz" bleibt), der warmherzigen Bäckerin Mara und Archivarin Rosa folgt Liora einer Spur aus Randzeichen, alten Protokollen und einem Ort, der offiziell nicht mehr existiert: dem Haus der Zwischenräume. Und je näher sie der Wahrheit kommt, desto klarer wird: Um Myravell zu lösen, reicht kein kluger Satz. Man muss lernen, das Richtige zu meinen – und es auch so zu sagen.