7. März 1945. Remagen. Die Brücke steht noch.
Thomas Reiner ist ein US-amerikanischer Soldat aus York County, Nebraska. Er hat einen Ozean und drei Länder überquert, um am Westufer des Rheins zu stehen und auf eine Eisenbahnbrücke zu starren, die längst hätte fallen sollen.
Kai Brandt ist ein siebzehnjähriger deutscher Gefreiter aus der Eifel. Man hat ihm gesagt, er solle dieses Ufer halten. Man hat ihm gesagt, was mit Männern geschieht, die es nicht tun.
Sie kennen die Namen des anderen nicht. Sie sprechen die Sprache des anderen nicht. Sie stehen auf gegenüberliegenden Seiten der Ludendorff-Brücke — dem letzten intakten Eisenbahnübergang über den Rhein.
Am 7. März überquerte die amerikanische 9. Panzerdivision die Brücke, bevor die Deutschen sie sprengen konnten. Die wirklichen Offiziere stehen auf der Brücke. Die erfundenen stehen neben ihnen.
Die Brücke zwischen ihnen folgt Thomas und Kai in das brutale Nachher: die Rheinwiesenlager, die Stacheldrahteinschließungen, in denen fast zwei Millionen deutsche Soldaten im Frühjahr 1945 festgehalten wurden.
Dieses Buch bittet Sie nicht, zu vergessen, was die Uniformen bedeuteten. Es verlangt etwas Schwereres: zwei Wahrheiten gleichzeitig zu halten. Dass die Geschichte bereits entschieden war. Und dass die Jungen in ihr jung waren, und ängstlich, und menschlich.
Der Fluss ist noch da. Die Brücke nicht. Die Männer, die sie überquerten, erinnern sich noch.