Eines der schönsten Bekenntnisse zur Natur und der Magie der Nacht
Unser Verhältnis zu Dunkelheit ist ein zwiespältiges: Was dunkel ist, ist unberechenbar, manchmal bedrohlich. Doch Tiere, Pflanzen und Menschen brauchen die Dunkelheit zum Überleben. New-York-Times-Bestsellerautorin Leigh Ann Henion lädt uns ein, die unzähligen Wunder der Nacht zu entdecken, zu staunen und unsere Beziehung mit der Natur zu überdenken.
In der Abenddämmerung erwacht um uns eine Welt, die bei Tageslicht nicht sichtbar ist: Pilze erhellen wie kleine Laternen den Waldboden, Glühwürmchen versammeln sich zum synchronen Leuchten. Salamander lugen aus dem feuchten Laub hervor und gehen auf Wanderschaft, während die Mondblumen ihre Blüten öffnen und die Motten von Kelch zu Kelch flattern. Als in der Corona-Pandemie das Leben hinter flimmernden Bildschirmen verschwindet, bemerkt Leigh Ann Henion, dass etwas fehlt. Auf der Suche nach Verbindung streift sie im Dunkeln durch die Wälder der Appalachen und entdeckt die Magie der Nacht. Je tiefer sie eintaucht, desto deutlicher erkennt sie, wie sehr künstliches Licht Tiere, Pflanzen und uns Menschen aus dem Rhythmus bringt. Henion forscht nach und lässt uns sehen, verstehen – und schließlich staunen: über eine Welt, die nur aufblüht, wenn wir das Licht auslassen. Poetisch geschrieben, weckt sie die leise Sehnsucht, der Natur und uns selbst wieder achtsamer zu begegnen.